|
|
|
Das
diesjährige Pfarrfest an Fronleichnam nahmen die Roschberger zum Anlass
die neu angeschaffte Sebastian-Statue einzuweihen.
Die
Statue wurde von Pater Konrad auf dem Pater Hof gefertigt . Pfarrer Scheinost
segnete sie in einer Feierstunde ein. Der Chor Spontanum und der Spielmannszug
Bliesen sorgten für die Musikalische Unterhaltung über den Nachmittag, der
schon mit einem zünftigen
Mittagessen im Dorfgemeinschaftshaus begann.
SEBASTIAN
Name
bedeutet: der Verehrung Würdige (griech. - latein)
Gedenktag katholisch: 20. Januar
Gedenktag
evangelisch: 20. Januar
Gedenktag orthodox: 24.
Oktober 18. Dezember
DIE
Geschichte:
Sebastian
war nach dem Zeugnis des Ambrosius
Mailänder, möglicherweise aber auch in Narbonne geboren, so eine Legende im
Umfeld eines Sebastiangrabes in Rom. Danach war er Hauptmann der Prätorianergarde
am kaiserlichen Hof Diokletians, der dort aber ungeachtet des Verbotes seinen
christlichen Glauben weiter bekannte und viele zum Christentum bekehrte. Seine
Stellung erlaubte ihm, seinen christlichen Glaubensgenossen in den Gefängnissen
Roms beizustehen, ihnen Mut zuzusprechen und immer weitere Römer zu bekehren
Der
Legende nach ließ der römische Kaiser Diokletian, als er von Sebastians
Glauben erfuhr, ihn an einen Baum binden und von numidischen Bogenschützen
erschießen. Er wurde jedoch von den Pfeilen nicht getötet. Die Witwe des Märtyrers
Castulus
namens == Irene nahm sich seiner an und pflegte seine Wunden. Als er sich wieder
erholt hatte, trat er dem erstaunten Kaiser öffentlich entgegen, um ihm die
grausame Sinnlosigkeit seiner Verfolgungen vorzuhalten. Diokletian ließ ihn
daraufhin im Circus von Rom zu Tode peitschen und die Leiche in die "cloaca
maxima", die große Kloake, werfen. Sebastian erschien dann der Christin
Lucina im Traum und wies ihr den Ort; sie holte den Leichnam heraus und
bestattete ihn an der Apostelkirche an der Via Appia, unter der heutigen Kirche
San Sebastiano ad Catacumbas; diese gehörte zu den sieben frühchristlichen
Pilgerkirchen Roms.
Sebastians
Reliquien sollen in Hagenau im Elsass sein. Die Verehrung in Rom ist schon im 4.
Jahrhundert nachgewiesen. Eine Pestepidemie in Rom im Jahr 680 sei erloschen,
nachdem man seine Reliquien durch die Straßen trug;
"Sebastinanspfeile" trug man früher als Schutz gegen die Pest. Das
erste Martyrium des heiligen Sebastian wurde zum beliebten Thema in der Kunst
der Renaissance, der unbekleidet am Baum stehende Märtyrer beliebtes Thema der
Aktmalerei. Seit dem Mittelalter ist das Trinken des ersten neuen Weines an
diesem Tag üblich, dieser Wein wird als "Sebastians-Pfeil"
bezeichnet.


|
|
www.roschberg.de |